Sauerteig-Cracker (inspiriert von Samuel Kargl – samskitchen.at)

Ein Rezept, um sämtliche Sauerteig-Reste und sämtliches altes Anstellgut in geschmack- und gehaltvolle Cracker zu verwandeln. Danke Sam, für diese großartige Idee!

Weizen-Vollkornmehl, Hanfsamen (geschält und ungeschält), Rapsöl und Weizenkeimlinge

Im November letzten Jahres brachte Samuel Kargl auf seinem Blog ein Rezept heraus, das große Wellen schlug: Sauerteig-Cracker (http://www.samskitchen.at/?p=3789).

Das Rezept war gefühlt wochenlang DIE Sensation in einschlägig-bekannten Facebook-Gruppen und animierte unglaublich viele Personen zum Nachbacken. Kein Wunder. Sam’s Rezept zur Sauerteigverwertung ist beinahe DAS Rezept zur Sauerteigverwertung – große Mengen altes Anstellgut werden geschmackvoll aufgewertet und mit einem Schlag in unglaublich leckere und ernährungsphysiologisch wertvolle Cracker verwandelt. Ich selbst habe bereits mehr als 1 kg Anstellgut auf diese Weise, mit leichten Veränderungen, „recyclen“ können.

Das Rezept ist extrem variabel – ihr könnt mit Mehlen, mit Saaten, mit Flocken, mit Schroten, mit Keimlingen, mit Gewürzölen … herumexperimentieren und daraus EUREN Favoriten kreieren. Gut abgebacken sind diese Cracker Ewigkeiten haltbar und lassen sich somit auch bestens als Vorrat anlegen.

Das dabei verwendete Anstellgut darf ruhig etwas älter sein – ich habe auch mit 2 Monate altem Anstellgut sehr schmackhafte Cracker gebacken. Unterhalb des Rezeptes findet ihr eine Excel-Datei, bei der ihr nur die Menge eurer Anstellgut-Reste eintragen müsst und den Rest errechnet euch die Tabelle.

Nachfolgend noch zwei weitere Ideen, wie ihr Sauerteig-Reste kreativ umwandeln könnt:

Genussbeschreibung:
Knackig-rösch und hocharomatisch – das sind wunderbare Charaktereigenschaften! Der Gehalt an wertvollen Saaten und Vollkorn erhöht nicht nur den ernährungsphysiologischen Wert und Ballaststoff-Gehalt, sondern verschiebt den Geschmacksregler auch in eine nussig-würzige, tiefschichtige Richtung. Die Säure vom Anstellgut verfliegt beinahe vollständig beim Backprozess und lässt eher ein komplex-aromatisches Gesamtbild zurück. Einmal gebacken lassen sich die Cracker bestens bevorraten und sind somit der ideale Partner bei Wanderungen und Ausflügen, zum Knabbern zwischendurch oder als Energie-Lieferant auf der Arbeit.

Das Grundrezept ergibt ca. ½ Blech:

  • 120 g flüssiges Anstellgut (TA 180 – 200)/ 90 g festes Anstellgut (TA 140 – TA 160)
  • 0 g / 30 g Wasser (ca. 45° C)
  • 30 g Vollkornmehl
  • 30 g Keimlinge (ich: Eclats) – alternativ: feine Flocken, Kleie, Vollkornmehl, …
  • 30 g Saaten
  • 30 g Rapsöl
  • 3 g Salz

Den Ofen auf 170° C Heißluft oder Umluft aufheizen und die Zutaten zu einem eher festeren Teig verkneten, der von der Konsistenz weichem Ton ähnelt.

Den Teig auf ein Backpapier geben, auf ca. 3 mm platt arbeiten und mit einer großen Teigkarte oder einem Teigrad beliebige Stücke trennen.

Bei 170° C einschießen und bei konstanter Temperatur ausbacken. Die Backzeit variiert je nach Größe und Dicke der Teigstücke. Die Cracker sollten eine gold- bis karamell-braune Färbung entwickeln, wobei die Ränder ruhig in ein nuss-braun gleiten dürfen. Ähnlich wie bei Plätzchen erkennt man an der Färbung, vor allem der Ränder, den Backzustand. Wichtig: Den Dampf während der Backzeit öfter ablassen!!!

Dinkel-Vollkornmehl, Schwarzroggen, Goldleinsamen, Kürbiskerne, Chili-Öl

 

Sauerteig-Cracker-Rechner

 

 

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8 Gedanken zu “Sauerteig-Cracker (inspiriert von Samuel Kargl – samskitchen.at)

  1. Hallo Ben,

    Gestern abend fiel mir ein, dass ich noch altes Roggen Anstellgut und einen Rest gemischte Saaten bzw. Körner habe. So habe ich fix die Cracker gebacken.
    Super lecker kann ich nur sagen.

    Vielen Dank für die Anregung, demnächst werde ich mal mit Weizensauerteig backen.

    Beste Grüße
    Angelika

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