Mühlen-Pizza

Eine aromatisch-würzige Pizza aus feinem Schrot

Den Teig habe ich aus dem feinen Weizen- und Dinkel- Schrot der Braaker Mühle hergestellt. Das Schrot ist haptisch wirklich sehr fein, so dass es eventuell sogar zurecht die Bezeichnung „Mehl“ (die typische Partikelgröße von Mehl liegt unter 180 µm) tragen darf ;0)

Der Teig zog gut an und zeigte einen angenehmen Stand, eine gute Elastizität und ein gutes Handling, so dass er problemlos zu Pizzen aufgearbeitet werden konnte. Die lange kalte Gare trug zu einem unglaublich-tiefschichtigen Aroma bei und sorgte für eine intensive Verquellung des Schrotes.

Mit wenigen Zutaten, ausreichend Zeit und den etwas mutigen und kreativen Einsatz von feinstem Vollkorn-Schrot (oder Mehl?) entsteht somit eine Pizza, die den etwas verstaubten „Vollkorn-Charme“ in ein modernes und flexibles Rezept verwandelt.

Genussbeschreibung:
Würzige und florale Noten begleiten das aromatisch- nussige Grundaroma der Pizza, die im Geruch sehr Natur-verbunden daherkommt: Heu, zarte Torf-Noten, Holz – im sehr ausgewogenen Spiel zu fruchtigen und gärigen Noten. Hier gehen Geruch und Geschmack zwar nicht identische Wege, aber wirken trotzdem sehr harmonisch zusammen und bieten eine ideale Basis für Beläge jeder Art; vor allem für den unglaublichen Geschmack von würzigem und geschmolzenem Käse (meine Empfehlung: Schafskäse).

Das Rezept ist ausgelegt auf ein Blech Pizza = 2 bis 3 Pizzen á 26 – 28 cm Durchmesser (in Klammern für eine Pizza á 26 – 28 cm Durchmesser)

Hauptteig: 2 Stunden, Raumtemp. + 1 – 2 Tage, Kühlschrank

  • 150 g     (50 g)     Weizen-Schrot fein (alternativ: Vollkornmehl)
  • 150 g     (50 g)     Dinkel-Schrot fein (alternativ: Vollkornmehl)
  • 195 g     (65 g)     Wasser
  • 6 g          (2 g)      Rapsöl
  • 6 g          (2 g)      Salz
  • 60 g       (20 g)    Lievito Madre (fester Sauerteig, aktiv, TA 150)
  • ODER: 3 g (1 g)  Hefe (wenn kein Sauerteig vorhanden ist)

Für den Teig die Zutaten zu einem mittelfesten und homogenen Teig verkneten, der kaum klebt und sich vom Schüsselboden löst.

Den Teig abgedeckt 2 Stunden bei Raumtemperatur anspringen lassen und anschließend für mindestens 12 Stunden, besser 24 – 48 Stunden im Kühlschrank (ca. 4° C) reifen lassen.

Am Backtag den Teig nach Belieben aufarbeiten und belegen und bei höchstmöglicher Hitze im Ofen etwa 7 – 12 Minuten ausbacken.

Etwas kompakter als die “klassische” Variante; was aber eher der Aufarbeitung geschuldet ist ;0)
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