Backhausfest in Wiesenfeld (Geisa)

Der Backhaus-Verein von Wiesenfeld (Geisa) lud am 03. Oktober erneut zum Backhaus-Fest ein.

Gebacken und serviert wurden Brote, Pizzen, Zwiebels-Ploatz (ein regionaler Zwiebel-Kuchen aus dem Rhöner Land), verschiedenste Kuchen und Haxen – und für alles wurde das Dorf-eigene Backhaus benutzt, das mit seinem enormen Schamott-Körper Unmengen an Hitze speichert und diese dann langsam fallend an sein Inneres abgibt.
Hier liegt auch die Kunst und Schwierigkeit im Detail, da der Ofen uns bestimmte Temperatur- und Zeitfenster zur Verfügung stellt, die es optimal zu nutzen gilt, um erwünschte Resultate zu erzielen. Denn nochmal Temperatur hinzufügen gestaltet sich schwierig, da die Temperatur unaufhaltbar sinkt; langsam aber stetig.

Ich kam in das Vergnügen, die Brote zu machen. Das bedeutet: Sauerteig für 40 kg Mehl herstellen, den Hauptteig ansetzen, 43 Brote wirken, einschießen und dem Ofen wieder entnehmen. Und neben dem kleinen Stolz, dass alles gelingt, wie man es sich vorstellt, war es auch ein gutes Gefühl, seine Hände in 26 kg Sauerteig zu wälzen, um sämtliche Mehlnester zu beseitigen.
Das fertige Brot war ein sehr ausgewogenes und aromatisches Roggen-Mischbrot mit einem 70%-igen Roggenanteil.

Das Rezept dazu wird demnächst folgen – die Genehmigung vom eigentlichen Kopf hinter dem Rezept und von, wie ich denke, Wiesenfelds größten „Brot-Spezialisten“ habe ich bereits eingeholt.

Jedem, der noch nie ein Brot aus einem Holzbackofen genoss, kann ich nur empfehlen, entweder zum nächsten Backhausfest nach Wiesenfeld (Geisa) zu kommen oder sich nach Backhäusern in seiner nahen Umgebung umzuschauen – diese Brote haben was ganz eigenes. Etwas Puristisches, Traditionelles, Entschleunigendes – einfach etwas Unglaubliches (sofern der gesamte Herstellungsprozess sich auch Zeit nimmt).

Danke nochmal an allen Beteiligten und Vereinsmitglieder vom Backhausverein Wiesenfeld, dass ich so viel freie Gestaltung im Backprozess hatte.

Hier schlummern 43 Teiglinge in der Stockgare
Der Sauerteig lockert den Teig und lässt ihn in der Stockgare zur Vollendung reifen
Die Teiglinge werden eingeschossen…
…und jeder Einzelne von mir vorher „fachmännisch“ beschwadet.
Ein prüfender Blick…passt alles!
Nachdem der Teigling zum fertigen Brot gebacken ist, darf er zur Abkühlung und Reifung an die kühle Luft.
Eine kleine Info-Stunde zum Erkennen eines fertigen Brotes
Da stehen sie dann…
…kühlen aus und reifen.
Wiesenfelder Backhaus-Brote – mit unglaublichen Aromen
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